Alster und die Hamburger Innenstadt. (Foto: C. Spahrbier)

Vom „Hamburger Bach“ zur „Hamburger Schule“

Als Musikstadt hat Hamburg eine bewegte Geschichte, die vom Barock bis in die Gegenwart reicht. 1678 eröffnet mit dem „Opern-Theatrum“ am Gänsemarkt das erste bürgerliche deutsche Opernhaus. Georg Friedrich Händel arbeitet hier Anfang des 18. Jahrhunderts als Violinist und Cembalist des Opernorchesters. Später übernimmt der Komponist Georg Philipp Telemann als städtischer Musikdirektor Hamburgs die Leitung des Theaters. Nach Telemanns Tod im Jahr 1767 geht dessen städtisches Amt und die Position als Johanneumskantor an seinen Patensohn Carl Phillip Emanuel Bach über, der sich fortan verstärkt der Kirchenmusik zuwendet. Während dieser Zeit erhält der berühmteste Sohn Johann Sebastian Bachs seinen Beinamen: der „Hamburger Bach“.

Im 19. Jahrhundert erblicken Meister wie Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms in Hamburg das Licht der Welt. Letzterer veröffentlicht hier sein Frühwerk noch unter Pseudonymen. In den 1890er Jahren wird Gustav Mahler Kapellmeister der Hamburgischen Oper. 1908 wird mit der Laeiszhalle das damals modernste Konzerthaus Deutschlands eröffnet, in dem Richard Strauss, Sergej Prokofjew, Igor Strawinsky und Paul Hindemith ihre Werke aufführen und selbst dirigieren. Den Bogen in die Neue Musik schlägt schließlich György Ligeti, der von 1973 bis 1989 als Professor für Komposition an der Musikhochschule in Hamburg tätig war.

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