Stadtkirche St. Peter und Paul in Weimar, C. P. E. Bachs Taufkirche. (Foto: Maik Schuck)

Von Bach über Liszt bis Strauss

Weimar ist seit Jahrhunderten ein Magnet für Gäste aus aller Welt. Manche blieben jahrelang, einige gleich das ganze restliche Leben. Berühmt wurde die Stadt vor allem wegen seiner großen Dichter Goethe und Schiller. Doch auch andere europäische Persönlichkeiten machten Weimar zu ihrer Wahlheimat.

Bachchor Weimar. (Foto: weimar GmbH, Maik Schuck)Johann Sebastian Bach und Franz Liszt lebten jeweils gut zehn Jahre in der Stadt und prägten zu ihrer Zeit das musikalische Leben und den Ruf Weimars als Musikstadt. Einer der berühmtesten Klaviervirtuosen seiner Zeit, der hochangesehene Komponist Johann Nepomuk Hummel, wirkte fast zwanzig Jahre in Weimar. Richard Strauss wiederum erlebte in Weimar eine Zeit des Reifens. Hier wurden seine Sinfonischen Dichtungen „Don Juan“, „Macbeth“ und „Tod und Verklärung“ uraufgeführt. Die Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck erlebte unter seiner Leitung mit der damaligen Hofkapelle ebenso ihre Uraufführung.

Johann Sebastian Bach kam vor mehr als 300 Jahren nach Weimar, zunächst als Hoforganist und „Kammermusicus“. In den neun Weimarer Jahren komponierte er drei Viertel seines gesamten Orgelwerks sowie zahlreiche Kantaten und Cembalowerke. Auch privat ging es in der Weimarer Zeit lebhaft zu: fünf seiner Kinder kamen hier zur Welt, neben Carl Philipp Emanuel Bach auch Wilhelm Friedemann im Jahr 1710.

1714, in jenem Jahr, in dem Johann Sebastian Bach vom Herzog zum „Hofkonzertmeister“ ernannt wurde, erblickte Carl Philipp Emanuel das Licht der Welt. Er wurde in der Stadtkirche getauft und erhielt im Hause Bach seine musikalische Früherziehung.

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