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Hamburger Ratsmusik

Amouröses zum 300. Geburtstag von Carl Philipp Emanuel Bach

Georg Philipp Telemann (1681-1767):

Sonate e-moll
Cantabile – Allegro – Recitativo – Arioso – Vivace
aus “Essercizii musici”, Hamburg ca. 1720
für Viola da gamba und Basso continuo

Beherzter Freyer
Heyraht
aus „Singe-, Spiel- und Generalbaß-Übungen“, 1733/34
An Doris
Der Sonderling
aus: Vier und zwanzig Theils ernsthafte, theils scherzende Oden (1741), TWV 25

Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788):

Sonate C-Dur Wq 136
Andante – Allegretto – Arioso
für Viola da gamba und Basso continuo

Am neuen Jahre
Gottes Güte
Urquell der Liebe, ew’ge Güte
aus: J.F.Gellert „Oden“, 1771
für Sopran und Cembalo

Sonata in Es H. 34
Allegro – Adagio – Allegro assai
Für Cembalo solo

Gabriel Voigtländer (1596-1643):

Weibernehmen ist kein Pferdekauf
aus: Allerhandt Oden, 1642

Pause

Georg Philipp Telemann:

Amor heißt mich freudig lachen TWV 20:43
Kantate für Sopran und Basso continuo

Johann Sebastian Bach:

Sonate g-Moll BWV 1029
Vivace – Adagio – Allegro
für Viola da gamba und Cembalo

Aria di Giovannini ''Willst du dein Herz mir schenken'' BWV 518
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Ina Siedlaczek erhielt von frühauf eine breitgefächerte musikalische Ausbildung. Sie erlernte Violine, Viola, Klavier und Orgel und ließ sich noch zu Schulzeiten als nebenamtliche Kirchenmusikerin ausbilden. Ihre Gesangsausbildung erhielt sie u.a. bei Heidrun Luchterhandt (Hochschule für Kirchenmusik, Heidelberg) sowie bei Prof. Vera Scherr in Mannheim. Parallel dazu schloss sie ihr Musiktherapiestudium in Heidelberg mit dem Diplom ab. Zuletzt ergänzte sie ihre Ausbildung im Exzellenzstudiengang “Barock vokal” an der Hochschule für Musik Mainz u.a. bei Prof. Claudia Eder, Andreas Scholl und Ton Koopmann. Wichtige Anregungen erhielt sie zudem in Kursen bei Karl Hogset und Barbara Schlick. Ina Siedlaczek war Stipendiatin des Cusanuswerks. Die Kulturstiftung Marienmünster ernannte sie für das Jahr 2013 zum „Artist in Residence“.
Ina Siedlaczek ist sowohl als Solistin im oratorischen Fach, wie als solistische Ensemblesängerin gefragt. Neben der klassischen oratorischen Literatur widmet sie sich insbesondere der stilgerechten Interpretation von Vokalmusik der Zeit vor Johann Sebastian Bach. Hierzu erarbeitet sie regelmäßig Programme mit Solokantaten. Intensive Zusammenarbeit verbindet sie mit Ensembles, die sich ebenfalls auf diese Epoche spezialisiert haben, darunter die Hamburger Ratsmusik, die Lautten Compagney Berlin, das ensemble amarcord, das Bach Consort Leipzig und das Johann-Rosenmüller-Ensemble. Sie ist regelmäßig zu Gast bei renommierten Musikfestivals wie dem Heinrich Schütz Musikfest, den Kasseler Musiktagen, den Thüringer Bachwochen, dem Dalheimern Sommer, den Haller Bachtagen oder dem Boston Early Music Festival. Konzertreisen führten Ina Siedlaczek nach Italien, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Polen und durch die Niederlande. Sie wirkte bei zahlreichen CD- und Rundfunkproduktionen mit, ab 2013 wird sie als Solistin mit dem Netherlands Bachchoir sämtliche Bachkantaten aufnehmen. Ina Siedlaczek ist als Lehrbeauftragte an der Hochschule für Musik Detmold und der Universität Paderborn tätig.

Die Hamburger Ratsmusik: ein Ensemble mit 500-jähriger Geschichte.

Dieser Gegensatz reizt zum kreativen Dialog zwischen Tradition und Gegenwart, von Alter Musik und lebendiger Interpretation. Die Anfänge der Hamburger Ratsmusik reichen zurück bis ins 16. Jahrhundert. Nach dem Grundsatz „Gott zu Ehren und Hamburg zur Lust, Ergötzlichkeit und Nutz“ leistete sich die Stadt ein Eliteensemble von acht Ratsmusikern, das vielen fürstlichen Hofkapellen Konkurrenz machen konnte. Seine erste Blüte erreichte das Ensemble im 17. und 18. Jahrhundert unter führenden Musikern wie William Brade, Johann Schop, Georg Ph. Telemann und C. P. E. Bach.
Wiederauferweckt 1991 von der Gambistin Simone Eckert konzertiert das Ensemble heute in Deutschland und vielen Ländern Europas. Die inzwischen 25 CDs mit zumeist Welt-Ersteinspielungen Alter Musik für die Labels cpo, Carus, NCA, Christophorus, Thorofon, audite und Phoenix Austria und Aufnahmen für fast alle deutschen Rundfunksender und den ORF dokumentieren seine bedeutenden Wiederentdeckungen von Musik aus Renaissance, Barock und Klassik. Die internationale Presse lobt die „Subtilität“ und die „exzellente Kenntnis des barocken Stils“ seiner Interpretationen und die Hamburger Ratsmusik als „führendes Ensemble für Alte Musik“. 2006 wurde das Ensemble mit dem dem Echo Klassik ausgezeichnet für seine CD „Lübecker Virtuosen – Musik von Buxtehude und seinen Kollegen“. Seine CD „Thomas Selle – Chorale Concertos & Chorale Variations “ erhielt mit der Reihe „Musica Sacra Hamburgensis“ den Echo Klassik Sonderpreis 2010.

Interpreten/Instrument

Ina Siedlaczek (Sopran)
Hamburger Ratsmusik
Simone Eckert (Viola da gamba)
Michael Fuerst (Cembalo)

Genres

Instrumentalmusik
Kammermusik