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Kristian Nyquist (Fortepiano)
Fortepiano nach Nannette Streicher, Wien 1814 aus der Werkstatt von Michael Walker, 2002

Klavierabend mit Werken C. P. E. Bachs

Carl Philipp Emanuel Bach: Sonate B-Dur Wq. 59,3 (H. 282)
aus: Claviersonaten und freye Fantasien nebst einigen Rondos für Kenner und Liebhaber... 5. Sammlung, Leipzig 1785
Allegro un poco - Largo - Andantino grazioso

Wolfgang Amadé Mozart: Sonate F-Dur KV 533/494 (1. und 2. Satz 1788, 3. Satz 1786)
Allegro - Andante - Rondo. Allegretto

Carl Philipp Emanuel Bach: Fantasia C-Dur Wq. 59,6 (H. 284)
aus: Claviersonaten... 5. Sammlung... 1785
Andantino - Prestissimo - Andantino - Allegretto - Andantino - Prestissimo - Andantino

Ludwig van Beethoven: Sonata quasi una fantasia es-dur op.27 nr.1 (1800/01)
Andante - Allegro - Tempo I - Allegro molto e vivace - Adagio con espressione - Allegro vivace - Tempo I - Presto
Josefskirche ·
Offenburg
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Neben Sinfonien und Konzerten bilden Werke fürs Klavier den Schwerpunkt im Schaffen Carl Philipp Emanuel Bachs. Dazu gibt es wieder um 17.30 Uhr eine Konzerteinführung in der Josefskirche. Künstler des Festivals kommen ins Gespräch und stellen dar, welche Bedeutung das Werk des Geburtstagskindes für die weitere Entwicklung der Musik hat. In C. P. E.Bachs Lebenszeit ändert sich die Technik des Musikinstrumentenbaus. In seiner Jugendzeit stand ihm das Cembalo zur Verfügung. Das Instrument, bei dem die Saiten gezupft werden, ist an den ersten beiden Abenden des Festivals zu hören. Später entwickelten erfinderische Instrumentenbauer den Hammerflügel. Bei diesem Instrument werden die Saiten mit filzbelegten Holzhämmerchen angeschlagen. Mit einem solchen Hammerflügel kommt Kristian Nyquist von der Musikhochschule Karlsruhe, ein international gefragter Spezialist für historische Tasteninstrumente, in die Josefskirche. Sein Programm wird zeigen, wie die Klavierwerke Carl Philipp Emanuel Bachs andere Komponisten wie Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven beeinflusst haben. Ein Klavierabend der Extraklasse.

Kristian Nyquist wurde in Los Angeles geboren und wuchs in Deutschland auf. Cembalostudium bei Christine Daxelhofer an der Staatlichen Musikhochschule Karlsru­he und als Stipendiat des DAAD bei Huguette Dreyfus in Paris (Abschluss mit einem „Prix de Virtuosité“). Wettbew­erbserfolge in Paris und beim „Prager Frühling“. 1989 - 2007 Lehrtätigkeit an der Musikhochschule Mann­heim, seit dem Wintersemester 2006/07 Dozent für Cem­balo, Fortepiano, Generalbassspiel und Kammermusik an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Daneben Einladun­gen zu diversen Meister – und Kammermusikkursen. Als Solist und Kammermusikpartner in verschiedensten Duos und Ensembles konzertiert er im In- und Ausland mit ei­nem umfangreichen Repertoire vom 16. bis zum 21. Jahrhundert. Die Auseinandersetzung sowohl mit histori­schen Hammerflügeln als auch der zeitgenössischen Musik bildet einen wesentlichen Bestandteil seiner künst­lerischen Arbeit. Die Vielfalt seines persönlichen Interpre­tationsstils, inspiriert von umfassender Beschäftigung mit historisch informierter Aufführungspraxis wird mit einer Reihe von Einspielungen für die Labels Etoile Producti­ons, Pavane, Le Chant de Linos (Goldbergvariationen auf einem Original Ruckers Cembalo von 1624) sowie Rund­funkproduktionen belegt. Im November 2011 erfolgte die Veröffentlichung einer Solo-CD mit Werken von Clementi, Field und Chopin bei Musicaphon/KlassicCenter.

Genres

Instrumentalmusik
Musik für Tasteninstrumente solo (Cembalo/Klavier/Orgel)