C. P. E. Bachs Verleger Breitkopf

Carl Philipp Emanuel Bach – Menschen und Orte

Johann Gottlob Immanuel Breitkopf (1719–1794), Gemälde.  (Quelle: Wikipedia)Unter den Freunden C. P. E. Bachs nimmt Johann Gottlob Immanuel BREITKOPF (1719–1794) eine Sonderstellung ein, denn der jahrzehntelang währende freundschaftliche Kontakt bestand nur in einem Briefwechsel. Als Leiter des von seinem Vater mitgegründeten Verlagshauses Breitkopf & Härtel war er an dessen Sitz in Leipzig ebenso gebunden, wie Bach durch seine beruflichen Verpflichtungen an Berlin und Hamburg.44 Breitkopf, dessen Bedeutung für die Musikgeschichte in der Einführung des Notendrucks mit beweglichen und zerlegbaren Typen 1755 besteht, war unter Bachs Verlegern, zu denen auch Schwickert (Leipzig), Winter (Berlin) und Artaria (Wien) gehörten,45 der wichtigste. Der durch Gottfried VAN SWIETEN (1733–1803) vermittelte Kontakt zu Artaria ist in seiner Bedeutung nicht zu unterschätzen: der musikbegeisterte österreichische Diplomat machte Mozart und Haydn mit C. P. E. Bachs Musik bekannt und bewirkte so Bachs Einfluss auf die entstehende Wiener Klassik.46 Van Swieten war auch der Auftraggeber für Bachs sechs Hamburger Streichersinfonien (Wq 182).

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44. Ebd., S. 65.

45. Hans-Günther Ottenberg, Bach, S. 201.

46. Ebd., S. 178 f.